Tapetenwechsel

,,Oufti, die reden hier ja noch undeutlicher als in Tournai!" - Ungefähr das habe ich bei meiner Ankunft in Comblain gedacht.

Aber gut, nach 2 Tagen habe ich mich dann doch reingehört in diesen Akzent, der eher ein wenig abschätzig begutachtet wird vom Rest des Landes... Aber ob der Akzent bei Tournai, der sehr dem sch'ti ähnelt, wirklich besser ist?!

Aber nicht nur das Sprachliche hat sich durch meinen Umzug verändert.

 

Durch verschiedene Umstände habe ich nun die Möglichkeit, in einem wunderschönen Ort zu wohnen, der direkt an der Ourthe, dem wasserreichsten Nebenfluss der Maas, liegt.

Und die Landschaft kann sich echt sehen lassen!

 

*Trommelwirbel*

 

 

Tadaaa!

Klar, durch den Umzug habe ich natürlich auch die Einrichtung gewechselt und arbeite nun in einem kleineren Kinderheim mit 16 Kindern.

Ich wurde nicht nur von den Kollegen sehr, sehr gut aufgenommen, sondern auch von den Kindern, für die es allerdings eine ganz neue Erfahrung ist, da ich hier die erste Freiwillige bin. So hat es zunächst einige Zeit gedauert, bis sie verstanden haben, dass wir unter dem selben Dach leben und ich nicht jeden Abend nach Hause fahre, so wie alle anderen Erzieher😂

Von der Arbeit ähnelt sich der Tagesablauf sehr, sodass ich mich nicht groß umstellen musste.

 

Insgesamt bin ich sehr, sehr glücklich, dass ich nun hier bin  und neue Einblicke in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erlangen kann sowie die Möglichkeit habe, eine neue Gegend Belgiens genauer zu erkunden.

 

Denn in den ersten Wochen habe ich schon so einiges erlebt: So waren wir mit den Kindern bereits in verschiedenen Wäldern, um dort Hütten zu bauen, waren gemeinsam Kartfahren und in Efteling, wovon ich euch im nächsten Eintrag berichten werde.

 

Eine Tatsache, die mir erst hier so richtig bewusst geworden ist, ist die, dass die Belgier verrückt nach Radsport sind. Die vielen Rennradfahrer auf den Straßen gehören hier zum alltäglichen Bild, was für mich zunächst allerdings etwas ungewohnt war. Und besonders hier in der Gegend finden viele Rennen statt.

Als letztens ein Rennen die Teilnehmer durch Comblain führte, veranstaltete die Grundschule im Ort ein großes Grillfest, an dem wir mit den Kindern teilnahmen. Voller Begeisterung sammelten die Kinder zunächst die Bonbons und Werbeartikel auf, die von den Sponsoren in die Menge geworfen wurden, um dann lautstark die Sportler anzufeuern und ihnen zuzujubeln.

Auch das älteste Eintagsrennen Liège-Bastogne-Liège findet nicht unweit von Comblain statt, sodass wir uns dies natürlich nicht entgehen ließen.

 

So, das wären erst einmal meine Eindrücke von der Ostseite Belgiens...

Im nächsten Eintrag werde ich dann von unserem 3-tätigen Ausflug nach Efteling mit dem gesamten Kinderheim berichten!

 

A bientôt,

Eure Anneke.